DIY_Hochzeit_Agnes Kantaruk

Die Do It Yourself-Hochzeit – individuell liegt im Trend

Mit guter Planung eine unvergessliche Hochzeit selber organisieren

Zum Heiraten gehört in erster Linie ein sich liebendes Brautpaar, das bereit ist, „Ja“ zueinander zu sagen. Damit ist schon einmal die wichtigste Voraussetzung für die Traumhochzeit gegeben. Alles Weitere obliegt vor allem einer guten Planung. Eine der ersten Fragen, die sich das baldige Brautpaar dann frühzeitig stellen muss: Welcher finanzielle Spielraum steht für die Ausgestaltung der Feierlichkeit zur Verfügung? Die Trauringe, das Brautkleid, der Anzug für den Bräutigam und viele andere schöne Dinge müssen organisiert und bezahlbar sein. Zwar decken die traditionellen Geldgeschenke zur Hochzeit häufig den finanziellen Aufwand teilweise ab, aber eigentlich wäre es doch auch schön, wenn sich das Paar zum Start des gemeinsamen Ehelebens erste Träume davon erfüllen könnte. Die Lösung lautet bei richtiger Umsetzung: Do It Yourself-Hochzeit. Außerdem sind selbst organisierte Hochzeiten häufig auch einfach persönlicher.

Was lässt sich alles gut ‚selber‘ erledigen?

Bevor es mit der Organisation einer Do It Yourself-Hochzeit losgehen kann, ist zu überlegen, welche Arbeitskräfte und welche Zeiträume zur Verfügung stehen. Mit Ausnahme der Trauung selber lässt sich natürlich vom Prinzip her eine ganze Hochzeit in eigener Regie durchführen. Aber einige Aspekte sind eben deutlich aufwendiger und gegebenenfalls besser durch Dritte zu bewerkstelligen. Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld gerne gestalterisch und kreativ tätig ist, dann können Sie schon eine Menge Geld sparen und mehr Persönlichkeit durch beispielsweise selbst gemachte Dekorationen, Blumengestecke oder Save-the-Date-, Tisch- und Einladungskarten in Ihre Hochzeit bringen. Wenngleich auch nicht jeder einen Koch oder Bäcker in der Verwandt- oder Bekanntschaft hat, so lassen sich aber insbesondere die vergleichsweise kleineren Mahlzeiten wie der Mitternachtsschmaus oder auch die Kaffeetafel noch recht gut selber organisieren. Es gibt eigentlich immer ein paar Back- und Kochbegeisterte, die ihre Künste auch gern mal an prominenter Stelle präsentieren wollen. Das eigentliche Festmahl ist da schon eine ganz andere Nummer. Hierfür benötigen Sie gleich ein paar Helfer, die bereit sind, viel Zeit und Mühe zu investieren. Bedenken Sie, dass diese Menschen einen Großteil Ihrer Hochzeit nicht richtig miterleben können, da sie mit den Vor-, Zu- und Nachbereitungen des Hochzeitsessens beschäftigt sein werden. Überlegen Sie daher gut, wen Sie ansprechen, und klären Sie ab, ob die Gäste wirklich Lust darauf haben, sich über die Maßen einzubringen.

Wenn Sie über ausreichend große private Räumlichkeiten, ein Vereinsheim oder ähnliche Örtlichkeiten verfügen, dann können Sie Teile des Hochzeitsessens gegebenenfalls über einen günstigeren Partyservice beziehen und andere Gänge selber organisieren. Bei einem Gastronomiebetrieb müssen Sie unbedingt vorher klären, ob Sie Teile der Verköstigung übernehmen können.

Brautkleid, Fotograf, Musik und Zeremonienmeister – weitere wichtige Aspekte!

Während wohl nur wenige eine professionelle Schneiderkraft in der Bekanntschaft haben und dementsprechend insbesondere das fulminanteste Kleidungsstück – das Brautkleid – einer der größten Kostenfaktoren bleibt, lassen sich auch in puncto Outfit einige dekorative Aspekte wie beispielsweise die Anstecknadel des Bräutigams, der Brautstrauß, das Make-up und die Frisur der Braut deutlich günstiger selber machen.

Sehr kostenintensiv ist auch das Engagieren eines professionellen Hochzeitsfotografen. Da es aber viele Menschen gibt, die sich für die Fotografie als Hobby begeistern können, lässt sich vielleicht auch dieser Punkt durch eine Bekannte oder einen Bekannten abdecken. Vorsicht: Auch diese Person wird nur bedingt etwas von der eigentlichen Feierlichkeit haben und muss gegebenenfalls über das ganze Hochzeitsfest hinweg präsent sein. Dasselbe gilt für die Personen, die ein Hochzeitsvideo aufnehmen oder für die Musik sorgen sollen.

Bezüglich der Musik muss natürlich noch die entsprechende Technik zur Verfügung stehen, die vorzeitig auch geprüft werden sollte. Abschließend hilft es, jemanden als Zeremonienmeister zu finden. Dieser kann Ihnen an Ihrem besonderen Tag alle organisatorischen Aufgaben schlussendlich abnehmen. Denn eines sollten Sie unbedingt immer im Hinterkopf behalten. Wenn der Tag der Hochzeitsfeier endlich gekommen ist, dann haben Sie mehr als genug mit sich selber zu tun.

DIY-Hochzeit: Achtung, es kann auch teurer werden!

Wenn Sie sich aus Kostengründen für eine weitestgehend selbst organisierte Hochzeit entscheiden, dann sollten Sie die Ausgaben der einzelnen Aspekte stets gut im Auge behalten. Bei all den vielen Dingen, die es zu beachten und zu organisieren gilt, kann es schon schnell einmal vorkommen, dass die Gesamtausgaben am Ende doch nicht so gering gehalten werden können wie gewünscht. Daher empfiehlt sich im Vorfeld genau abzuschätzen, welche Teile der Hochzeit in eigener Regie kostengünstiger umgesetzt sind und welche Aspekte lieber von Dritten übernommen werden sollten. Dies gilt auch für den Arbeits- und Zeitaufwand.