Die Stoffe, aus denen (Hochzeits-)Träume sind

Alles über Stoffe für Hochzeitskleider!

Brautkleider werden meist aus edlen Stoffen gefertigt, die dem Kleid einen ganz eigenen Charakter verleihen. Die verschiedenen Gewebe unterscheiden sich natürlich im Aussehen, aber auch in Griff und Fall und durch den verwendeten Rohstoff. Hier findet ihr kurz und knapp alle wichtigen Infos zu den üblicherweise verwendeten Geweben.

Ausbrenner-Optik

Charakteristisch für Ausbrenner-Stoffe sind dichte Muster auf durchscheinendem Grund. Um diesen Effekt zu erzielen, wird auf das Grundgewebe eine Ätzpaste ausgetragen. Sie zerstört Teile des Gewebes und es entsteht ein Muster. Auf diese Weise lassen sich wunderschöne Effekte erzielen, die einem Brautkleid einen ganz besonderen Charme verleihen.

Chiffon

Chiffon ist ein hauchzartes, feines Gewebe und zählt zu den erlesensten Stoffen überhaupt. Er wird meist aus Seide gefertig, gern aber auch aus Polyester. So ist er weniger empfindlich und knittert nicht so schnell. Typisch für Chiffon ist eine leicht körnige Oberfläche. Für Brautkleider wird Chiffon gern über Satin oder Taft gelegt – das verleiht dem Kleid eine wunderbar romantische Note.

Crêpe

Als Crêpe bezeichnet man Stoffe, die eine krause, poröse Oberfläche und gewollte Unebenheiten haben. Sie fühlen sich körnig-griffig an und lassen sich sehr gut drapieren – und das weitestgehend knitterfrei. Crêpe wirkt sehr natürlich und zart, ist aber dennoch ein robustes Material, das sich auch gut in mehreren Schichten verarbeiten lässt.

Mikado

Mikado ist eine Mischseide, die einen schwereren Fall hat als reine Seide. Es handelt sich dabei um ein sehr festes Material, das sich vor allem für Kleider eignet, die eine feste Form haben sollen.

Organza

Organza ist ähnlich wie Chiffon ein durchscheinender, zarter Stoff. Er hat aber mehr Stand und wird daher gern für voluminöse Röcke verwendet. Typisch für Organza ist seine schillernde Oberfläche, deren Farbe je nach Lichteinfall changiert. Organza aus Seide ist besonders erlesen, aber auch recht empfindlich. Deshalb verwendet man für Brautkleider meist Organza aus synthetischen Fasern.

Satin

Satin ist eines der beliebtesten Materialien für Brautkleider. Durch seine glänzende, glatte Oberseite wirkt er ausgesprochen edel und elegant. Er fasst sich angenehm kühl und fließend an und wird gern als Oberstoff für Brautkleider verwendet, aber auch als Futterstoff. In beiden Fällen wird Satin meist aus Seide oder aus einer Kunstfaser wie Polyester hergestellt, sie glänzen besonders schön. Ein besonderer Vorteil von Satin: Er schmiegt sich ganz hervorragend an jede Form an, ist dank seines hohen Eigengewichts nahezu knitterfrei und nimmt kaum Feuchtigkeit auf (also auch keine Schweißflecken!).

Schon gewusst? Früher bezeichnete man diese Stoffart als Atlas, abgeleitet von dem arabischen Wort für „glatt“.

Seide

Ein Brautkleid aus reiner Seite gehört zur absoluten Luxusklasse unter den Hochzeitsroben. Seide ist ein traditionsreicher Stoff und wird aus den Fäden gewonnen, aus denen die Seidenraupe ihren Kokon spinnt. Sie bietet perfekten Tragekomfort, und das bei allen Temperaturen, denn Seide wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze. Charakteristisch ist ihr zarter Glanz und ihr weich fließender Fall. Seide lässt sich je nach Webverfahren oder Behandlung zu verschiedensten Gewebearten weiterverarbeiten, darunter Chiffon, Crêpe, Organza und Satin.

Spitze

Spitze ist ein Klassiker unter den Brautkleidstoffen. Früher hat man sie in aufwändiger Handarbeit gefertigt. Das geht heutzutage auch maschinell, aber die Spitze hat ihren absolut erlesenen, edlen Charakter bewahrt.

Es handelt sich dabei um Stoffe, die sich durch ihre durchbrochene Struktur auszeichnen: Löcher unterschiedlicher Größe und Form zwischen den gewebten Fäden ergeben ein feines Muster. Man verwendet Spitze häufig in Form einer Borte zur Randverziehrung. Insbesondere bei Brautkleidern setzt man sie oft auch großflächiger über einem glatten Unterstoff ein. Sie veredelt so das Kleid mit ihrem besonders filigranen Charakter.

Strass

Als Strass bezeichnet man Diamantenimitationen aus Glas. Als Applikationen auf einem Brautkleid bringen sie die Braut zum Strahlen und setzen glänzende Akzente – zum Beispiel als Highlight am Dekolleté oder auch als schmaler Gürtel oberhalb des Rocks.

Tüll

Tüll ist ein halbdurchsichtiger Stoff mit netzartigem Gewebe, der meist aus Kunstfasern hergestellt wird. Es gibt eine große Vielfalt an verschiedensten Tüllstoffen – mit diversen eingewebten Mustern und Effekten, gern auch besetzt mit Strass, Spitze oder Pailletten. Besonders gut geeignet ist Tüll für den Schleier, aber auch für die Drapierung des Brautkleids oder als Unterrock. Oft wird er in mehreren Lagen verwendet und wirkt in seiner Zartheit umwerfend romantisch.

Schon gewusst? Der Begriff „Tüll“ geht auf die französische Stadt Tulle zurück, wo Tüllstoffe im 19. Jahrhundert erstmalig hergestellt wurden.

 

Schaut doch auch mal in meinen YouTube-Kanal! Hier stelle ich euch die verschiedensten Brautkleider vor und ihr findet zahlreiche Beispiele für die unterschiedlichen Stoffe und Materialien, aus denen euer Traumkleid bestehen kann.