Gast auf einer Hochzeit – Dos and Dont‘s

Sie sind auf einer Hochzeit eingeladen – da stellen sich viele Fragen. Die richtige Robe muss her, eventuell eine Übernachtungsmöglichkeit und natürlich ein passendes Geschenk. Es gibt ein paar wichtige Regeln, die es einzuhalten gilt, damit Sie mit dem Brautpaar einen wunderschönen Tag verbringen können.

Reaktion auf die Einladung

Eine Einladung erhalten Sie in den meisten Fällen bereits vier bis sechs Monate vor der Trauung – das hat seine Gründe, denn abhängig von der Gästeliste erfolgen alle weiteren Planungen und das sind eine ganze Menge. Deshalb tun Sie dem Brautpaar einen Gefallen, wenn Sie die Einladung schnell beantworten. Häufig legen die Brautleute dem Brief ein Formular zum Ankreuzen bei, auf dem man etwaige weitere Gäste, z. B. den Partner, eintragen kann.

Falls Ihnen wider Erwarten etwas dazwischen kommt, denken Sie daran, dem Paar möglichst frühzeitig Bescheid zu geben. Haben Sie bereits ein Geschenk besorgt, können Sie dies entweder per Post schicken oder das Paar, sozusagen zur Wiedergutmachung, nach der Hochzeit einmal besuchen und das Geschenk einfach mitbringen.

Das richtige Geschenk

Welches Geschenk das richtige ist, können Sie häufig der Einladung entnehmen. Üblicherweise finden sich auf der Einladung Hinweise bezüglich einer Geschenkliste oder der Wunsch nach Geldgeschenken. Häufig werden auch (virtuelle) Hochzeitstische eingerichtet, auf denen das Brautpaar konkrete Produktwünsche nennt. Wenn es gar keine Hinweise gibt, können Sie bei den Trauzeugen oder den Brauteltern nachfragen und sich auch mit den anderen Gästen absprechen, um Doppelgeschenke zu vermeiden.

Beachten Sie bei der Wahl des Geschenkes, dass es beide Brautleute erfreut; statt einer Kosmetikbehandlung schenkt man also lieber einen Gutschein für eine Paarmassage. Bestenfalls sollte das Geschenk langlebig wie die Ehe selbst sein. Wenn Sie sich aber über den Hausstand nicht sicher sind, können Sie auch Erlebnisse verschenken, an deren Erinnerung sich das Paar auch ein Leben lang erfreuen kann, z. B. eine Reise oder einen gemeinsamen Fallschirmsprung (natürlich nur, wenn das Paar für so etwas zu haben ist!).

Dresscode

Manche Einladungen enthalten außerdem Hinweise zum Dresscode. Eine festliche Hochzeit erfordert ebenso festliche Kleidung. Keinesfalls sollten Sie eleganter gekleidet sein als das Brautpaar selbst. Ein Smoking kann ebenso unangemessen sein wie eine verwaschene Jeans. Dass für die Damen ein Kleid in der gleichen Farbe wie das der Braut tabu ist, sollte bekannt sein – schließlich gehört der Tag dem Brautpaar.

Ist ein Dresscode klar angegeben, ist dieser verbindlich. Ist kein Dresscode angegeben, können Sie die Trauzeugen oder die Eltern des Brautpaares fragen. Oftmals gibt auch die Location Anhaltspunkte für die richtige Garderobe. Für eine Strandhochzeit sind Sie mit einem leichten Strand-Outfit gut gekleidet, im Schloss sollte auf ein glanzvolles Kleid bzw. einen Anzug nicht verzichtet werden. Für eine standesamtliche Trauung reicht häufig auch gute Alltagskleidung oder ein eleganter (Hosen-)Anzug. Bei der kirchlichen Trauung gehört ein zu tiefes Dekolleté mit einer Stola verdeckt.

Die Sitzordnung

Eine strikte Sitzordnung ist ebenso verbindlich wie ein Dresscode – zumindest für den offiziellen Teil der Feier. Halten Sie ihn deswegen auch ein. Das Brautpaar hat die Sitzordnung sicherlich lange diskutiert. Am späteren Abend können Sie die Plätze natürlich wechseln.

Showeinlagen 

Reden, Spiele und Aufführungen sollten vom Brautpaar abgesegnet sein. Erstens, weil eine Hochzeit meistens minutiös geplant ist und ein Zeitfenster eingerichtet werden muss. Zweitens sollten sie dem Brautpaar auch gefallen. Soll es eine Überraschung bleiben, können Sie Ihr Vorhaben auch dem Zeremonienmeister mitteilen. Beachten Sie, dass Sie keine Insider-Witze verwenden, die der Großteil der Gäste nicht verstehen wird und dass Sie keine intimen, unangenehmen Geschichten auspacken.