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Glücksbringer zur Hochzeit – Porzellan, Blechdosen und Co

Schenken Sie dem Brautpaar ein Stück Glück – traditionelle Hochzeitsglücksbringer

Rein romantisch betrachtet benötigt das Brautpaar natürlich überhaupt kein Glück mehr, denn schließlich haben sie ja das größte Glück auf Erden bereits gefunden. Da es aber viele schöne Hochzeitsbräuche gibt und Familie, Freunde und Bekannte dem Paar eine glückliche Zukunft wünschen wollen, stellen wir Ihnen hier einige traditionelle Glücksbringer einmal näher vor. Die Talismane und Glücksrituale sollen den frisch Vermählten nicht nur ein harmonisches Eheleben garantieren, sondern auch böse Geister der Vergangenheit und Gegenwart aus der gemeinsamen Zukunft fernhalten. Wer hier einen Vergleich zum Feuerwerksbrauch an Silvester zieht, liegt genau richtig. Der Krach und die hellen Lichter sollen dunkle Kräfte fernhalten. Genauso verhält es sich im Prinzip beim Polterabend.

Ordentlich Porzellan zerbrechen

Direkt vor dem großen Tag kommen Familie und Freunde vorbei und zerschlagen altes Porzellan oder Steingut vor der Haustür des Paares. Wohnen die bald Vermählten noch nicht zusammen, so wie es früher der Fall war, dann wird der Polterabend vor der Haustür der Braut durchgeführt. Je nach regionalen Bräuchen werden beispielsweise Becher, Tassen, Teller, Fliesen, Vasen, Blumentöpfe oder sogar Toilettenschüsseln zerbrochen. Obgleich es auch Regionen gibt, in denen metallene Gegenstände wie Dosen oder Kronkorken vor die Tür geworfen werden, dürfen niemals Gläser oder Spiegel zerbrochen werden – dies brächte angeblich Unglück! Der Polterabend wird entweder vom Brautpaar, der Familie oder den Freunden organisiert. Zur Verköstigung wird oft Hühnersuppe gereicht (Hühner gelten als Fruchtbarkeitssymbol).

Die Blechdosen

Auf unseren Straßen lässt es sich eher seltener beobachten, aus Film und Fernsehen kennen es aber die meisten – das Blechdosenritual. An dem Fahrzeug (Auto oder auch Kutsche) des Brautpaares werden Blechdosen so befestigt, dass sie bei der Fahrt ordentlich Lärm erzeugen. Das erregt nicht nur richtig schön Aufmerksamkeit, sondern soll ebenfalls böse Geister von dem künftigen gemeinsamen Lebensweg des Paares fernhalten.

Myrtenblüten im Haar der Braut

Schon in der Antike galten Myrtenblüten als Symbol der Reinheit und Keuschheit. Das immergrüne Gewächs war im alten Griechenland der Göttin Aphrodite, der Göttin der Liebe und Schönheit, gewidmet. Einem älteren Hochzeitsbrauch nach trägt auch die Braut Myrtenblüten als Glücksbringer im Haar. Heute findet sich die Pflanze häufig im Brautstrauß – auch hier, um dem Eheglück nachzuhelfen.

Die vier (oder fünf) besonderen Accessoires der Braut

Eigentlich ist es ein alter englischer Brauch, aber er erfreut sich auch in Deutschland schon seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Die Rede ist von: etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues (something old, something new, something borrowed, something blue). Diese vier Accessoires integriert die Braut in Ihre Kleidung. Etwas Altes steht für das vergangene Leben der Braut (bspw. ein altes Schmuckstück). etwas Neues steht für das beginnende Eheleben der Braut (bspw. das Brautkleid). Etwas Geliehenes steht für Freundschaft und dient als der eigentliche Glücksbringer. Traditionell ist es ein Gegenstand von einer glücklich verheirateten Freundin. Und etwas Blaues steht für die Ehetreue (beliebt ist ein Strumpfband). In England gehört genau genommen auch noch ein Glückspfennig in einen Schuh der Braut, der für den finanziellen Wohlstand der Ehe steht. Dieser Brauch ist separat auch hierzulande bekannt.

Andere Glücksbringer

Generell ist es üblich, dem Brautpaar auch mit den Geschenken Glück zu wünschen. Insbesondere zur Abrundung von größeren Präsenten werden dazu auch andere bekannte Glücksbringer wie rosa Marzipanschweinchen, vierblättrige Kleeblätter, Mini-Schornsteinfeger oder Glückspfennige und goldene Hufeisen verwendet. Diese gibt es in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausführungen und können beispielsweise auch wunderbar für Teile der Hochzeitsdekoration genutzt werden.