Weisse Peonien

Habt Mut für die drei wichtigsten JAs zur Hochzeit

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„Habt Mut für die drei wichtigsten JAs zur Hochzeit: Das JA zum Antrag des Mannes, Das JA zum Standesamt – und das JA zum Brautkleid!“

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„Ich liebe meinen Beruf!“, erklärt Maritta Emser, Inhaberin von Cécile, Europas größtem Braut- und Festmoden-Center mit Sitz in Kerpen bei Köln. Wer dies auch nach über 30 Jahren im Job und durchschnittlich 90 Arbeitsstunden an sechs bis sieben Tagen in der Woche noch so überzeugend von sich gibt, der muss in der Tat seine Berufung gefunden haben.

Wir haben Maritta Emser zu ihrem Beruf, Ihrer Berufung und natürlich zu Brautkleidern befragt.

BB: Frau Emser, Sie sind die Gründerin von Cecile. Was fasziniert Sie an Brautmode am meisten?

ME: Brautmode war eine Faszination von früh an. Erst war es die Prinzessin im Märchen, die man als Kind gerne gewesen wäre, später in der beruflichen Laufbahn wurde es mein Spezialgebiet, Bräute zu frisieren für den schönsten Tag der Frau. Das Strahlen in den Augen der Bräute, wenn Sie perfekt beraten wurden und die Dankbarkeit sind und waren für mich immer das Schönste!

BB: Wie kam es zu dem Namen Cecile?

ME: Cecile ist einer meiner Vornamen, den ich von meiner Großmutter, die meine Patin war, erhielt. Ich fand diesen Namen sehr passend für ein Brautgeschäft.

BB: Sie haben das Brautmodengeschäft von der Pike auf gelernt. Was macht Ihnen am meisten Spaß?

ME: Bis vor einigen Jahren war ich auch täglich im Verkauf, nebenbei arbeitete ich für internationale Firmen im Braut- und Kommunion-Design. Dann forderte die Verwaltung ihren Tribut, so dass ich jetzt mehr vom Schreibtisch aus arbeite. Für mich ist es immer wieder ganz toll zu sehen, wie die Bräute strahlen, wenn Sie bei uns ihr Brautkleid gefunden haben und darüber erzählen.

BB: Jetzt sind Sie schon seit über 40 Jahren im Hochzeitsmoden-Geschäft. Wie hat sich die Mode verändert in den letzten Jahren?

ME: Die Mode tendierte in den letzten Jahrzehnten fast komplett von der Farbe Weiß auf Champagner. Das war schon eine entscheidende Änderung. Bei den Stoffen benutzte man sehr viel Chiffon, heute jedoch finden sehr viele Stoffe Verwendung in der Brautmode. Angefangen von Satin, Tülle, Taft, Seide und Organza bis hin zu den edelsten Spitzen in verschiedensten Designs. Hier wird auf die Prinzessin mehr Wert gelegt.

BB: Was hat sich generell verändert bei Hochzeiten oder bei Brautleuten?

ME: Das Alter der Brautleute und der Hochzeitszeitraum, in dem die Hochzeit stattfindet. Heute heiraten die jungen Menschen später, weil sie sich zuerst beruflich festigen möchten.

BB: Welche Farben sind derzeit trendy?

ME: Zur Zeit gibt es überwiegend Brautkleider in Ivory/Champagner, einige Hersteller bieten auch ausgefallene Farbnuancen an, wie Ivory in Kombination mit Bordeaux oder Schwarz, das rote Brautleid oder wie in der nächsten Saison Ivory /Rose.

BB: Haben Sie einen Lieblingsdesigner oder einen Lieblingslook?

ME: Ich mag alle Designer, jeder hat was Besonderes. Interessant finde ich zur Zeit den Vintage-Look.

BB: Was sind denn Ihrer Meinung nach absolute No Go’s bei der Auswahl von Brautmode und -Accessoires?

ME: Wenn nur nach dem Preis ausgewählt wird und es keine Beachtung findet, wie alles zueinander abgestimmt ist.

BB: Sie wollten sich ja eigentlich mit Anfang 20 als Friseurin mit eigenem Salon – Spezialgebiet Brautfrisuren – selbstständig machen. Aber eine Thrombose kam Ihnen dazwischen! Und Sie konnten in Ihrem Beruf nicht mehr arbeiten. Hätte es die Krankheit nicht gegeben, gäbe es jetzt Cecile nicht. Sind Sie gut darin, Schicksalsschläge in Gold zu verwandeln?

ME: Nach einem Schicksalsschlag sich wieder hochzuarbeiten, dazu gehört viel Kraft, Stärke und eine große Portion Glück! Und dass man weiß, wenn man zufassen sollte. Vor allem gehört der Wille dazu, viel zu leisten, das Bewusstsein, auch Sonntags zu arbeiten, oft eine 90 Stundenwoche zu akzeptieren und gutes Verhandlungsgeschick beim Einkauf.

BB: Ihr Geschäft hat sich seit der Gründung 1989 rasant vergrößert. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

ME: Guter Einkauf , beste Preise, tolles Ambiente, Riesenauswahl zu fairsten Preisen und natürlich kompetentes und freundliches Personal.

BB: Welches war Ihr lustigstes, vielleicht auch ungewöhnlichstes Erlebnis mit Brautleuten?

ME: Zu mir kam einmal eine Braut, die fünfmal ein Brautkleid kaufte und immer wieder zufrieden unser Haus verließ und nun in Südamerika lebt. Die ungewöhnlichste Hochzeit erlebte ich mit einer Prinzessin aus Abu Dhabi, die im Oman ihre Hochzeit in Beduinen Tradition mit vielen Sheiks und Sheikas feierte. Da ich ihr Brautkleid entworfen hatte, durfte ich an der Hochzeit teilnehmen und wurde des Königs Sheika vorgestellt.

BB: Haben Sie besondere Tipps für Brautpaare?

ME: Bitte schaut euch schon früh nach einem Brautkleid um, mindestens acht bis neun Monate vor der Hochzeit. Nie mehr als zwei bis drei Begleiter mitnehmen, denn viele Köche verderben den Brei und jeder möchte seine Meinung durchsetzen. Das bedeutet nur Stress für die Braut! Nehmt euch einen Tag frei und sucht euch in Ruhe euer Brautkleid aus. Schaut euch nicht in allzu vielen Brautgeschäften um, es verwirrt zu sehr und wird dann schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Sagt JA zu eurem Kleid, wenn Ihr euer Brautkleid gefunden habt. Denn wenn man darüber schlafen will, kann es nicht das richtige ein. Im Schlaf kann man sein Kleid nicht sehen, fühlen, anfassen. Habt Mut, eines der wichtigen drei Jas zur Hochzeit zu sagen: Das Ja zum Antrag des Mannes, Das JA zum Standesamt, das JA zum Brautkleid.

BB: Wie findet eine Braut das für sie einzigartige Hochzeitskleid?

ME: Da die Bräute sich schon mindestens ein Jahr vor ihrer Hochzeit mit dem Thema Brautkleid beschäftigen, wissen sie eigentlich durch Internet und Printmedien sehr genau, was sie wollen. Sie merken sofort beim Überziehen des Kleides, dass dieses Brautkleid ihr Traumkleid ist und sie so zur Hochzeit schreiten möchten.

Interview: Britta Beckmann, Text&Idee, www.britta-beckmann.de

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Photo: © Depositphotos.com/maximkabb

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