Kinder auf der Hochzeit – Unterhaltung für die Kleinsten

Für viele Paare gehören Kinder ganz unverzichtbar zu ihrer Hochzeit. Einige davon kann man als Blumenkinder einsetzen. Außerdem sorgen sie immer wieder für Lacher. Für andere Paare wiederum ist nur der Gedanke an ein durch Geplärre untermaltes Ave Maria während der eigenen Zeremonie der Horror.

Kinder erst gar nicht einladen?

Kinder können bekanntlich für viel Trubel sorgen. Eine Hochzeit ist ein langer, langweiliger Tag für die Kleinen. Wenn sie nicht bespaßt werden, beginnen sie schnell selber damit, Beschäftigung zu suchen. Folge sind häufig Krach bei Zeremonien, stolpernde Kellner, zerbrochenes Geschirr und irgendwann auch tränenunterlaufende Kinderaugen. „Er hat aber angefangen!“. Zudem müssen vor allem Eltern mit kleineren Kindern oftmals die Feier verfrüht verlassen – wegen diverser Vorfälle oder auch bei den bravsten Kindern, wenn ihnen langsam die Augen zufallen.

Das veranlasst bei Brautpaaren oftmals die Überlegung, Kinder unter einer gewissen Altersgrenze gar nicht erst einzuladen. Doch hierbei ist Fingerspitzengefühl gefragt. Bei vielen Elternpaaren stößt man auf fehlendes Verständnis, so dass sie gar nicht erst zur Feier kommen möchten. Es gibt natürlich die Möglichkeit, den Wunsch geschickt auf der Einladungskarte zu formulieren. Allerdings ist ein persönlicher Anruf die bessere Lösung, da Sie Missverständnisse so direkt klären können. Vielleicht freut sich das Elternpaar sogar, einen Abend zu zweit verbringen zu können.

In jedem Fall sollten Sie deutlich machen, dass die Ausladung sich nicht gegen das betroffene Kind persönlich richtet. Besser wäre es zu formulieren, dass die Location oder Showeinlagen nicht kinderfreundlich sind. Schließlich sind Hochzeiten so unterschiedlich wie die Ehepaare selbst, und nicht auf jeder Hochzeitsfeier steht die Familie im Vordergrund. So gibt es auch wilde Partys oder sehr elegante Feiern mit festem exklusivem Menü und einer spannenden Location, wie zum Beispiel am Meer, die für kleine Kinder einfach ungeeignet ist und gefährlich werden kann. Die betroffenen Elternpaare werden sicherlich Verständnis haben.

Üblicherweise können die Eltern selbst einschätzen, ob ihr Kind sich auf einer Hochzeit angemessen verhält. Gerade bei einer Abendveranstaltung, bei der die Gäste auch Alkohol trinken, möchten viele die Kleinen lieber zu Hause lassen oder organisieren, dass die Oma die Kinder zur späteren Stunde abgeholt, soweit dies möglich ist. Wenn Sie die kirchliche Trauung dennoch ohne Kinder feiern möchten, können Sie den Elternpaaren mitteilen, dass die Kleinen nach der kirchlichen Trauung willkommen sind.

Kinder während der Feier bei Laune halten

Damit auch die kleinsten Gäste lange durchhalten, sollte zumindest bei einer größeren Horde für etwas Unterhaltung gesorgt sein. So können auch die Eltern befreit und sorglos feiern. Zum Beispiel könnte man darüber nachdenken, eine Betreuung zu engagieren. Eine Person also, die aufpasst, Streit schlichtet und die Kinder beschäftigt. Außerdem sollten Sie dafür sorgen, dass Buntstifte und Papier vorhanden sind, damit die kleinen Göste nach Lust und Laune malen können. Eine besonders schöne Idee sind kleine Postkarten, die die Kinder bemalen und während der Feier dem Brautpaar in einen Kasten werfen können.

Bei der Auswahl der Spielzeuge sollte beachtet werden, dass sie selbstverständlich kindgerecht sind (keine Kleinteile), keinen Lärm verursachen und nicht allzu sehr verstreut werden können. Ferngesteuerte Autos und Legosteine haben schon den einen oder anderen zum Sturz gebracht. Seifenblasen sind ein riesen Spaß, sollten aber während des Essens nicht benutzt werden, sonst gibt’s einen bösen Beigeschmack. Gerade bei vielen Kindern wäre ein Nebenraum, in dem gespielt werden kann, ideal. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Location außerdem nach nahegelegenen Spielplätzen. Ältere Kinder sind häufig schon mit Spielekonsolen zufrieden, die Beschäftigung für einen ganzen Tag bieten.

Zusätzlich könnte man einen Kindertisch anbieten, vielleicht mit kleinen Geschenkpäckchen mit was Süßem, Malutensilien und was einem sonst noch einfällt. Erkundigen Sie sich vorher bei den Eltern, ob alle Kinder Süßes erhalten dürfen. An einem Kindertisch sollten selbstverständlich auch nur Kinder sitzen. Vielleicht ist ein 13-Jähriger in vieler Leute Augen eher ein Kind, jedoch würde er sich zwischen 4-10 Jahre alten Kids vermutlich unwohl fühlen.