Der Hochzeitstanz: ein magischer Moment

Was sind die „most magic moments“ einer Hochzeit? Hier unsere Top 3:

  • Platz 1: Der Moment, wenn die Braut zum Altar schreitet und ihr Kleid den ersten großen Auftritt hat
  • Platz 2: Der Kuss nach dem Ringtausch in der Kirche
  • Platz 3: Der Hochzeitstanz

Selbstverständlich gibt es an einem Hochzeitstag noch unzählige weitere Gänsehautmomente – aber wir finden, diese drei sind eigentlich nicht zu toppen. Und deshalb solltet ihr sie in vollen Zügen genießen. Punkt 1 und 2: kein Problem. Aber bei Punkt 3, dem Hochzeitstanz, werden diejenigen unter euch, die nicht gaaanz so tanzbegeistert oder -versiert sind, vielleicht ein bisschen blass um die Nase und fragen sich: Muss das denn wirklich sein?

Wir finden: JA! Unbedingt! Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Und damit auch die Tanzmuffel unter euch in den Genuss dieses magischen Moments kommen, haben wir hier ein paar Tipps speziell für euch zusammengestellt.

Vorbereitung ist das A und O

Mit den Hochzeitsplanungen beginnt man in der Regel etliche Monate im Voraus – genug Zeit also, rechtzeitig tanzen zu lernen und zu überlegen, welcher Tanz für euch der richtige ist! Traditionell wählen die meisten Brautpaare auf ihrer Hochzeit einen Walzer als Eröffnungstanz – entweder einen eleganten und festlichen Wiener Walzer oder einen ruhigen, gefühlvollen langsamen Walzer. Aber auch ein Blues eignet sich sehr gut (… und hat übrigens den Vorteil, dass ihn eigentlich intuitiv jeder schon beherrscht, da sein Grundschritt darin besteht, sich eng umschlungen sanft hin und her zu wiegen). Natürlich könnt ihr auch jeden anderen Paartanz wählen, der Möglichkeiten gibt es schließlich viele.

Für welchen Tanz ihr euch entscheidet, hängt von eurem persönlichen Geschmack ab und auch von eurer Musikwahl. Denn vielleicht habt ihr ja ein Lieblingslied, das für eure Beziehung eine besondere Bedeutung hat und das für einen bestimmten Tanz prädestiniert ist.

Tanzen lernen

Wenn ihr richtig systematisch und professionell tanzen lernen möchtet, ist ein Kurs in einer Tanzschule das Richtige für euch. Die meisten Tanzschulen bieten sogar extra Kurse für Hochzeitspaare an, hier werdet ihr dann bestens auf euren großen Tag vorbereitet.

Wenn euch das zu zeitaufwändig oder zu teuer ist, könnt ihr alternativ auf YouTube-Tutorials zurückgreifen. Stöbert mal im Angebot, hier findet man zahllose anschauliche Videos, mit deren Hilfe man ganz entspannt zu Hause im Wohnzimmer lernt, das Tanzbein zu schwingen.

Oder fragt doch mal bei Familie und Freunden herum, vielleicht gibt es ja in eurem Umfeld versierte Tänzer, die euch die Tanzschritte beibringen können.

Welche Lernmethode ihr auch wählt: Nehmt es mit Humor und habt Spaß dabei. Es geht nicht um Perfektion. Das A und O ist eigentlich, dass ihr die Grundschritte verinnerlicht und locker und mit Spaß bei der Sache seid.

Der richtige Zeitpunkt für den Hochzeitstanz

Parallel zum Erlernen der Tanzschritte solltet ihr euch Gedanken darüber machen, welcher Zeitpunkt im Verlauf eurer Hochzeitsfeier der richtige für euren Auftritt ist. Führt euch dafür vor Augen, dass der Eröffnungstanz den Übergang vom festlichen zum ausgelassenen Teil eurer Feier markiert. Ein geeigneter Zeitpunkt ist zum Beispiel nach dem Essen und eventuellen Reden und Spielen. Bei traditionellen Festen ist das meist am Abend, vielleicht so gegen 21 Uhr, was den Vorteil hat, dass es nun schon dämmert oder sogar dunkel ist. Die richtigen Lichtverhältnisse also für eine Party.

Der DJ sollte dann zum vereinbarten Zeitpunkt den Eröffnungstanz ansagen und alle Gäste dazu auffordern, sich um die Tanzfläche zu versammeln. Typisch ist zum Beispiel folgender Ablauf:

  • Zuerst tanzt ihr beiden, die Brautleute.
  • Anschließend fordert der Bräutigam seine Mutter und die Braut ihren Vater zum Tanzen auf.
  • Als nächstes tanzt der Bräutigam mit seiner Schwiegermutter, die Braut mit ihrem Schwiegervater und die Bräutigammutter mit dem Brautvater.
  • Danach wird die Tanzfläche für alle freigegeben.

Das ist aber natürlich nur eine Empfehlung. Wenn eure Eltern zum Beispiel nicht gern tanzen möchten (… das solltet ihr vorher in Erfahrung bringen …), respektiert das bitte. Vielleicht könnt ihr stattdessen eure Trauzeugen für diese Tänze begeistern.

Alternativen und Kompromisse

Na, klingt das nicht alles irgendwie machbar? Nein? Wenn euch der Gedanke an einen Hochzeitstanz nach wie vor enorm stresst und ihr euch dabei so gar nicht wohlfühlt, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Möglichkeit Nummer 1: Ihr verzichtet einfach ganz auf diesen Programmpunkt. Schließlich ist es eure Hochzeit und euer großer Tag, der nicht durch großes Unbehagen getrübt werden soll.
  • Möglichkeit Nummer 2: Wenn euer Unbehagen daher rührt, beim Tanzen nicht so sehr im Mittelpunkt stehen zu wollen, könnt ihr die Aufmerksamkeit eurer Gäste in diesem Moment etwas zerstreuen, indem ihr dafür sorgt, dass ihr nicht allein auf der Tanzfläche seid. Bittet weitere Paare darum, zeitgleich mit dem Tanzen beginnen – z.B. eure Eltern, Trauzeugen, Geschwister. Ein optimaler Kompromiss, finden wir.

Wie auch immer ihr euch entscheidet: Wir wünschen euch eine unvergesslich schöne Feier. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr beim Tanzenlernen ja ungeahnte Talente in euch! 🙂