Honeymoon – der Beginn des Ehelebens

Honeymoon bzw. Flitterwochen – wenn man es einmal im Leben auf Reisen so richtig krachen lässt, dann jetzt! Die Reise nach der Hochzeit, zum ersten Mal als Ehepaar, hat man sich nach den aufregenden Wochen der Vorbereitungen redlich verdient und sie wird einem für immer in Erinnerung bleiben.

Die Möglichkeiten sind natürlich extrem vielfältig. Und wofür ihr euch entscheidet, hängt von euren individuellen Vorlieben und Interessen ab – und natürlich auch ein klitzekleines Bisschen von eurem Geldbeutel.

Aber wie war das eigentlich damals bei euren Urahnen? Seit wann gibt es die Tradition der Hochzeitsreise? Und woher kommen die Begriffe „Flitterwochen“ und „Honeymoon“?

Wenn ihr das schon immer mal wissen wolltet, erfahrt ihr es jetzt und hier von uns!

Warum heißen die Flitterwochen „Flitterwochen“?

Der Begriff „Flitterwochen“ leitet sich vermutlich von dem althochdeutschen Wort filtarazan („liebkosen“) und dem mittelhochdeutschen gevlitter („heimliches Lachen“) bzw. vlittern („kichern, flüstern, kosen“) ab. Man muss dabei bedenken, dass der Begriff zu einer Zeit entstanden ist, in der sich Braut und Bräutigam vor der Hochzeit kaum kannten. So waren die Flitterwochen dann die Zeit und Gelegenheit für die frisch Vermählten, sich richtig kennen zu lernen. Eine Reise war damit keineswegs zwangsläufig verbunden. Es ging eher um eine Zeit der Zweisamkeit und des Kennenlernens.

Und woher kommt die Bezeichnung „Honeymoon“?

Im englischen Sprachraum heißen die Flitterwochen Honeymoon – ein Wort, das man auch hierzulande kennt und das sich in vielen Sprachen wiederfindet. Die Perser nennen es analog mah-e-asal, die Franzosen lune de miel, die Italiener lune di miele, die Spanier luna de miel … Aber wieso eigentlich?

Wie so häufig gibt es darauf keine eindeutige Antwort. Ein Zeitgenosse Shakespeares erklärt die Bezeichnung ziemlich unromantisch damit, dass die ersten Wochen nach der Hochzeit süß wie Honig sind, dass diese Honigsüße aber bald dem ernüchternden Alltag weicht – ganz so, wie auch der Vollmond abnimmt.

Ein anderer Ansatz sieht den Ursprung des Wortes in der uralten Tradition, auf Hochzeiten reichlich Met, also Honigwein, zu trinken. Man sagt, die Brautpaare seien auch für die ersten Wochen nach der Hochzeit mit einem ordentlichen Vorrat an Met versorgt worden. Und zwar vor dem Hintergrund, dass Honigwein als Aphrodisiakum galt und man durch regelmäßigen Metkonsum die Chance auf eine baldige Schwangerschaft der jungen Braut zu steigern glaubte.

Was auch immer davon stimmt: Fest steht, dass Flitterwochen und Honeymoon die ersten Wochen nach der Hochzeit meinen, die das Paar in besonderer Innigkeit miteinander verbringt.

Seit wann geht man in den Flitterwochen auf Reisen?

Der Brauch, in den Flitterwochen tatsächlich zu verreisen, entstand wohl erst im frühen 19. Jahrhundert in Großbritannien. Wohlhabende Paare traten hier nach der Eheschließung eine Reise an, um Verwandte zu besuchen, die bei der Hochzeit nicht zugegen sein konnten. Häufig wurden sie dabei von der Familie begleitet.

Und heute?

Heutzutage wollen Brautpaare nach der Hochzeit wohl eher exklusive Zeit zu zweit genießen, statt Familienbesuche zu absolvieren. Eine Reise ist für die meisten aber ein Muss für einen glücklichen Start ins Eheleben.

Wohin wird eure Hochzeitsreise gehen? Erzählt es uns bei eurem Besuch in einem unserer Stores!

Herzlichst
Eure Maritta