Kinder auf der Hochzeit

Erst heiraten, dann Kinder kriegen – das war einmal. Heutzutage gibt es immer mehr Paare, die sich das Ja-Wort erst geben, wenn die Kinder schon da sind. Das stellt besondere Anforderungen an die Planung des Hochzeitstages. Wir haben hier ein paar Anregungen für euch zusammen gestellt, die euch bei euren Vorbereitungen hilreich sein könnten. Sei es, dass ihr schon eigene Kinder habt oder dass in eurer Hochzeitsgesellschaft das eine oder andere Kind dabei ist – Neffen, Nichten, Patenkinder …: Die kleinen Gäste solltet ihr bei euren Planungen besonders berücksichtigen.

Abhängig vom Alter eurer eigenen Kinder beauftragt ihr am besten jemanden damit, sich am Hochzeitstag für deren Wohl verantwortlich zu fühlen und sich um ihre Belange zu kümmern. Das kann die Oma, der Onkel oder auch ein eigens engagierter Babysitter sein. Wichtig ist einfach, dass ihr selbst den Kopf weitestgehend frei habt und diesen besonderen Tag genießen könnt, ohne euch um volle Windeln und dergleichen kümmern zu müssen.

Darüber hinaus solltet ihr euch vor Augen führen, wie sich so eine Hochzeitsfeier aus Sicht von Kindern darstellt, und diese Erkenntnisse in die Planung einfließen lassen: Die Trauungszeremonie in der Kirche ist für uns große Leute sehr zu Herzen gehend – für Kinder hingegen mutmaßlich viel zu laaaang. Dann das Menü: Während Mama und Papa sich über exquisite Riesengarnelen an Mango-Chili-Chutney freuen, rümpfen Kinder vermutlich die Nase und kriegen am Ende vor lauter Hunger schlechte Laune. Damit es so weit erst gar nicht kommt, solltet ihr entsprechende Vorkehrungen treffen:

Bestandsaufnahme

Zählt am besten schon bei der Zusammenstellung der Gästeliste zusammen, wie viele Kinder bei eurer Hochzeit dabei sein werden. Wie alt sind die Kinder? Kennen sie sich untereinander? Davon hängt nämlich ab, wie das passende Kinderprogramm für eure Hochzeit aussieht.

Wahl der Location

Wenn in eurer Gästeschar mehrere Kinder dabei sind, solltet ihr das unbedingt bei der Wahl der Hochzeitslocation berücksichtigen. Platz zum Spielen und Toben ist ein absolutes Muss. Das kann eine Terrasse ebenso sein wie eine Rasenfläche oder – in der kühleren Jahreszeit oder im Fall von Regen – ein Nebenraum mit ein paar Spielsachen. Teilt dem Betreiber der Location mit, wie viele Kleinkinder kommen, damit er entsprechend viele Kinderstühle bereit stellen kann. Ein Wickeltisch und bei Bedarf ein Rückzugsraum für stillende Mütter sind ebenfalls hilfreich.

Menüplanung und Verpflegung der Gäste

Kinder schwören beim Essen meist auf vertraute Klassiker. Mit exquisiten Spezialitäten werdet ihr ihnen wohl eher keine Freude machen. Deshalb ist zu empfehlen, für die kleinen Gäste ganz bodenständige Kost einzuplanen: Mit Spaghetti Bolognese oder Pommes mit Fischstäbchen macht ihr garantiert nichts falsch!

Und für zwischendurch ist – nicht nur für die Kinder – eine Candy-Bar einfach der Renner! Besorgt jede Menge hübsches Naschwerk und dekoriert es ansprechend in Bonbongläsern oder auf Etageren. Bei der Dekoration könnt ihr euch hier so richtig austoben – sucht die Naschereien nach farblichen Kriterien aus und schmückt das Ganze zusätzlich mit Girlanden, Schleifen und Anhängern. Ein Traum für alle großen und kleinen Naschkatzen. Übrigens empfiehlt es sich, die Candy-Bar erst nach dem Menü zu eröffnen – sonst schlagen sich die lieben Kleinen schon vorher die Bäuche mit Süßigkeiten voll.

Kinder mit einbeziehen

Gebt den Kindern das Gefühl, wichtig zu sein und gebraucht zu werden. Sie sollten sich keineswegs als Störenfriede empfinden – das schmerzt die kindliche Seele und sorgt obendrein für schlechte Stimmung. Am besten übertragt ihr ihnen kleine Aufgaben. Zum Beispiel können sie Seifenblasen pusten, wenn ihr aus der Kirche hinaus schreitet. Und natürlich – ganz klassisch – als Blumenkinder Blütenblätter streuen.

Beschäftigung für die Kleinen

Bei diesem Punkt kommt es ganz besonders darauf an, in welchem Alter eure kleinen Gäste sind. Wenn ihr einen Babysitter engagiert, teilt ihm alles Wissenswerte mit – er oder sie wird das dann entsprechend berücksichtigen. Sollte euer Budget keine professionelle Animation hergeben, könnt ihr vielleicht im Vorfeld der Hochzeit rumfragen, wer unter den Gästen bereit ist, sich ein bisschen um die Kinder zu kümmern.

Es empfiehlt sich in jedem Fall, einen Maltisch für die Kinder vorzusehen, auf dem genügend Ausmalbilder, Stifte und vielleicht auch Bastelmaterialien (Schere, Kleber …) bereitliegen. Für drinnen ist auch immer eine Kiste mit Legosteinen oder Bauklötzen beliebt; für ältere Kinder könnt ihr Gesellschaftsspiele bereit stellen – oder auch eine Spielekonsole. Um draußen spielen zu können, dürfen es gern ein paar Bälle sein, vielleicht auch noch Boccia-Kugeln und weiteres Spielzeug, das für das Alter eurer jungen Gäste interessant sein könnte. Ein besonderes Highlight ist eine Hüpfburg – man kann sie bei verschiedenen Anbietern zu relativ überschaubaren Preisen ausleihen und bietet den Kindern damit eine sehr beliebte Möglichkeit, überschüssige Energie abzubauen.

Natürlich kann man nicht alles im Vorhinein planen – es bleiben Unwägbarkeiten, und auch nicht jede Panne lässt sich vermeiden. Aber wenn ihr unsere Tipps berücksichtigt, seid ihr schon mal sehr gut aufgestellt. Den Rest der Geschichte schreibt dann das Leben selbst.