Unplugged Wedding: Analog heiraten

Das digitale Zeitalter beschert allen Hochzeitspaaren heutzutage eine nie gekannte Bilderflut: Jeder Moment der Hochzeit wird mit dem Smartphone festgehalten. Von den entscheidenden Momenten gibt es sogar Bilder und Videos aus zahllosen verschiedenen Perspektiven. An sich eine wunderbare Sache. Der Wermutstropfen besteht allerdings darin, dass man auf zahllosen Bildern gar nicht die Gesichter der Anwesenden sieht, sondern deren hochgehaltene Smartphones. Wie wäre es deshalb mit einem unplugged wedding, also einer handyfreien Hochzeit? Ihr bittet eure Gäste, darauf zu verzichten, selbst Fotos zu machen. Und versichert ihnen, dass ein professioneller Fotograf den Tag begleiten wird und sie im Nachgang einen Link zu dem Bildmaterial erhalten.

Vorteile für alle Beteiligten

Einen Fotografen engagieren die meisten Brautpaare ja ohnehin. Seine Bilder werden umso schöner, wenn darauf nicht überall die Smartphones und Hinterköpfe von Hobbyfotografen zu sehen sind, die sich in den entscheidenden Momenten ins Bild schieben.

Auch eure Gäste profitieren, denn sie können auf diese Weise jeden Moment eures großen Tages unmittelbar genießen – und nicht nur durch die Displays ihrer Smartphones.

Und zu guter Letzt profitiert auch ihr: Ihr blickt beim Ein- und Ausmarsch aus der Kirche in die Gesichter eurer Gäste und nicht auf deren hochgehaltene Smartphones. Ihr bekommt wirklich schöne, professionelle Bilder. Außerdem habt ihr auf diese Weise die Hoheit über das Bildmaterial dieses Tages und müsst keine möglicherweise fragwürdigen Posts bei Instagram befürchten.

Nach der Hochzeit sichtet ihr das Material des Fotografen, trefft eine Auswahl nach eurem Geschmack und lasst euren Gästen einen Link zukommen, unter dem sie die Bilder einsehen und herunterladen können. Ein Gewinn für alle Beteiligten!

Wenn euch das zu hart erscheint, gibt es noch eine weichere Lösung: Ihr macht die Trauung handyfrei und gestattet aber bei der anschließenden Feier das Fotografieren.

Organisation der analogen Hochzeit

Bleibt nur die Frage zu klären, wie ihr euren Gästen am besten mitteilt, dass ihr unplugged heiraten möchtet. „Handys verboten“ – mit einem Hinweis in dieser Art würde sich manch einer sicher vor den Kopf gestoßen fühlen. Es geht deutlich charmanter! Nehmt doch zum Beispiel einen Hinweis in euer Kirchenheft auf, zum Beispiel in dieser Art: „Wir wünschen uns glückliche Gesichter und Freudentränen bei unserer Trauung – ganz ohne Smartphones. Genießt den Moment mit uns!“

Zusätzlich könnte einer eurer Trauzeugen vielleicht kurz vor Beginn der Zeremonie, wenn alle Gäste schon an ihrem Plätzen sind, ein paar nette Worte darüber verlieren: „Liebe Gäste, das Brautpaar möchte diesen besonderen Tag mit euch teilen. Dafür wünschen sich die beiden, dass ihr während der Trauung eure Smartphones in der Tasche lasst, damit ihr den Moment ganz bewusst mit ihnen genießen könnt. Keine Sorge, nach der Hochzeit bekommt ihr alle Zugang zu den Bildern des Fotografen. Lieben Dank für euer Verständnis.“

Wir wünschen euch einen wunderschönen analogen Hochzeitstag!