Zum zweiten Mal JA sagen: Die Zweithochzeit

Die Scheidungsstatistiken lassen es vermuten: Eine Zweithochzeit ist längst keine Seltenheit mehr. Nach den schwierigen Zeiten, die jeder, dessen (erste) Ehe gescheitert ist, hinter sich hat, ist eine zweite Hochzeit mit neuem Partner für das Brautpaar ein wunderbarer Auftakt für einen Neuanfang.

Dennoch: Kaum jemand wird sich leichtfertig für diesen Schritt entscheiden. Einige romantische Illusionen, die man vor der ersten Hochzeit hegte, haben sich sicherlich verflüchtigt. Schließlich glaubte man ja auch damals, den oder die Richtige(n) gefunden zu haben. Außerdem trägt man ein Gepäck an Erfahrungen und vielleicht auch Verpflichtungen mit sich herum, das nicht viel Platz für träumerische Luftschlösser lässt.

So gehen also viele bodenständiger und weniger pompös in die zweite Ehe. Entsprechend anders ist der Charakter der Feier. Was zu gleichen Teilen sicher auch daran liegt, dass die Brautleute darauf achten, einiges anders zu machen als bei der ersten Hochzeit. Hinzu kommt außerdem, dass eine zweite kirchliche Trauung in der Regel nicht möglich ist.

Ein zweites Mal in Weiß?

Für viele stellt sich vor allem die Frage nach dem Outfit der Braut. Ist es angemessen, ein zweites Mal in Weiß zu heiraten? Grundsätzlich spricht aus unserer Sicht überhaupt nichts dagegen! Weiß steht zwar für Reinheit und Unschuld. Aber mal Hand aufs Herz: Völlig „unschuldig“ geht heutzutage sowieso kaum jemand in die Ehe, auch nicht in die erste. Warum also nicht auch bei der Zweithochzeit ein weißes Brautkleid tragen? Allerdings wählen viele Bräute für die zweite Trauung kein Prinzessinnenkleid mehr, sondern eher etwas Schlichteres, beispielsweise ein Etuikleid oder auch ein dezentes bodenlanges Kleid. Natürlich ist auch jede andere Farbe recht – stöbert doch mal in unserer Abendmode-Auswahl. Auch dort findet ihr wunderschöne Kleider, die sich hervorragend für eine zweite Hochzeit eignen.

Wichtig zu wissen: Die Farbe, für die ihr euch entscheidet, gehört euch! Gebt euren Gästen vorher Bescheid, welche Farbe euer Brautkleid hat. Sie sollte dann für eure weiblichen Gäste tabu sein, damit sie nicht mit euch in Konkurrenz treten.

Die Familie einbeziehen

In die zweite Ehe bringen die Brautleute häufig Kinder mit. Sie für die neue Ehe der Mutter oder des Vaters zu begeistern und angemessen in die Feierlichkeiten einzubeziehen, ist eine besondere Herausforderung, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Wie man damit am besten umgeht, hängt maßgeblich vom Alter der Kinder ab. In jedem Fall solltet ihr weit im Vorfeld der Hochzeit für gegenseitige Akzeptanz werben und alles dafür tun, um ein gutes Miteinander herzustellen.

In den geplanten Ablauf des Hochzeitstages sollte man die Kinder sehr bedacht einbeziehen und dabei auch den Symbolwert von einigen Programmpunkten bedenken. So ist es beispielsweise eine Geste von großer Strahlkraft, wenn man erwachsene Kinder bei der Zweithochzeit zu Trauzeugen macht oder kleinere Kinder die Ringe überreichen lässt. Noch symbolträchtiger ist es, wenn ihr den Kindern eures neuen Partners direkt nach dem Ringwechsel ein symbolisches Geschenk überreicht, z.B. ein Armband mit Gravur. Mit dieser Geste könnt ihr sehr schön vermitteln, dass ihr nun zusammengehört und eine Familie seid.