Hochzeitsgeschenke für die Hochzeitsgesellschaft: Praktisch, einheitlich, nicht kitschig

Hochzeitsgeschenke für die Hochzeitsgesellschaft: Praktisch, einheitlich, nicht kitschig

Kleine Geschenke für die Hochzeitsgesellschaft sind längst nicht mehr nur eine nette Geste. Sie können den Tagesablauf erleichtern, Gruppen optisch zusammenbringen und langfristig als Erinnerung dienen, ohne als Dekoobjekt in Schubladen zu verschwinden. Wichtig ist die Wahl.

Geschenke, die am Tag selbst eingesetzt werden

Praktische Geschenke funktionieren am besten, wenn sie eine echte Rolle im Ablauf spielen. Das kann beim Getting Ready sein, beim Outfitwechsel, beim Tanzen oder beim Weg vom Standesamt zur Feierlocation. Sehr gut geeignet sind Dinge, die direkt am Körper getragen werden oder im Laufe des Tages wirklich gebraucht werden.

Beispiel: Personalisierte Socken für die Hochzeit. Diese verbinden viele Funktionen. Sie gehören zum Outfit, können farblich ans Konzept angepasst werden und eignen sich als Bestandteil einer Gruppenaufnahme, ohne das Foto zu dominieren. Um zu verhindern, dass der Effekt nach Kostüm aussieht, ist es wichtig, dass Design und Platzierung dezent gehalten werden. In vielen Fällen genügen bereits kleine Motive, Initialen oder ein Datum. Große Sprüche und auffällige Kontraste können schnell den Eindruck eines Gag-Artikels erwecken.

Dies gilt auch für andere Geschenkideen: Je näher sie am tatsächlichen Tagesablauf sind, desto weniger wirken sie wie eine bloße Pflicht. Eine nützliche Frage dabei ist: Würde man das auch ohne Personalisierung verwenden?

Einheitlichkeit, ohne den Eindruck von Uniformität zu erwecken

Viele Paare legen Wert auf eine gewisse Einheitlichkeit, besonders bei Trauzeugen, Brautjungfern oder engen Familienangehörigen. Einheitlichkeit bedeutet jedoch nicht, dass alle identisch gekleidet sein müssen. Oft genügt es, wenn ein gemeinsames Element vorhanden ist, sei es eine bestimmte Farbe oder ein durchgängiges Material. Ein Accessoire macht dies am leichtesten, weil es weniger in die persönliche Entscheidung des Stiles eingreift. Wenn ein Fest unter der Schirmherrschaft der Farben Creme, Grün und Gold geplant ist, können Accessoires in diesen Farben ausgewählt werden, während die Kleidung jedem selbst überlassen bleibt.

Die Beiwerk sind für die Bilder wichtig, sie sollen zwar zu sehen sein, aber nicht die Sache selbst werden. Gerade kleine Dinge sind auf Bildern heftiger als man denkt, wenn man sie am Körper sieht. Das gilt für Socken, Schleifen, Anstecker, Haarzeug. Ein Ausprobierbild vorweg erspart danach Unstimmigkeiten.

Größen, Mengen, Fristen: Organisation entscheidet

Der größte Fehler bei den Gastgeschenken ist nicht das Gastgeschenk selber, sondern die Organisation. Spätestens da, wo Größen gefragt sind, ist Organisation alles. Socken, Shirts, Bademäntel… wo Größen gebraucht werden, sollten diese bitte früh eingesammelt werden, am besten über eine ganz einfache Liste. Wer unsicher ist, rechnet mit großer Toleranz. Bei Socken ist die Größenlinie viel breiter und gibt weniger Probleme als bei Oberbekleidung.

Und auch die Mengen und was man zur Reserve hat, sind wichtig. In einem Kreise von Gästen, wo sich immer mal etwas kurzfristig tut, ist es sinnvoll, einen Puffer zu haben. Zwei, drei Stücke Reserve helfen einem, wenn sich der eine Gast noch meldet, oder wenn die Größe etwas falsch gemeldet ist.

Zur Frist: Der Puffer sollte sowohl in die Lieferzeit als auch in den Zeitpunkt der Übergabe einkalkuliert werden. Ein Geschenk, das erst am Tage vorher kommt, das ist kein Geschenk mehr, das ist Gefahr. Wer die Dinge wenigstens zwei Wochen vorm Termine zur Verfügung hat, der kann sortieren, verpacken und eine sinngemäße Übergabe planmäßig machen. Für den Tage selbst: die Übergabe soll aus der Hand gehen, wie man es selbst braucht. Entweder als Paket für jeden einzelnen, das möglichst sofort aufgerissen werden darf, oder als gut bezeichnete Sätze.

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